Wie finde ich Raupen, Puppen oder sogar Eier?

Raupen

Raupen begegnen uns oft. Allerdings ist das nicht immer so leicht. Die Raupen von vielen Nachtfaltern sind oft nur nachtaktiv und sehr gut getarnt. Deshalb ist es nicht immer einfach, Raupen zu finden.

Am Einfachsten lassen sich meist die typischen Brennesselraupen (C-Falter, Tagpfauenauge, Landkärtchen, Kleiner Fuchs) finden. Die Raupen leben in einem ganzen Nest zusammen und sind meist nicht zu übersehen. Man kann auch gezielt größere Brennesselbestände nach Raupen absuchen.

Eine weitere, sehr einfach Methode besteht darin, die Raupen zu "klopfen". Dazu sucht man sich die entsprechenden Futterpflanzen, am Besten Bäume oder Sträucher. Unter dem Strauch oder unter herabhängenden Zweigen der Bäume breitet man an weißes Tuch aus. Anschließend klopft man einige Male stark gegen den Zweig. Die meisten Raupen werden jetzt auf das Tuch fallen und können problemlos eingesammelt werden. In den frühen Morgenstunden, wenn die Raupen noch nicht fest sitzen, hat man den größten Erfolg.

Besonders eignen sich dazu: Apfel, Pflaumen, Schlehe und Holunder.

 

 

Puppen

Puppen findet man in der freien Natur nur sehr selten. Daher werden sie hier auch nicht groß behandelt. Abundzu findet man doch bei Gartenarbeiten braune Mumienpuppen in der Erde. Ansonsten sind die Chancen nur sehr gering.

 

 

Eier

Auch das Finden von Schmetterlingseiern ist nicht immer einfach.

Am Besten beobachtet man dazu Schmetterlingsweibchen bei der Eiablage an den entsprechenden Futterpflanzen. Schmetterlinge die im Zickzack über Pflanzen hinwegfliegen und Blüten ungeachtet lassen, suchen meist nach einem geeignetem Eiablageplatz.

Ein weiteres Vorgehen ist, die Futterpflanzen gezielt nach Eiern absuchen. Das erfordert allerdings sehr viel Geduld und gute Augen (oder eine Lupe).

Einzige Ausnahme bildet dabei der Nierenfleck-Zipfelfalter. Er kommt fast an allen Wuchsorten von der Schlehe vor, nur im Norden ist er etwas seltener. Er überwintert im Eistadium. Seine weißen Eier kann man im Winter sehr gut in den Astgabeln von jüngeren Schlehenbüschen finden und nachweisen.

 

 

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