Überwinterung

Die meisten Schmetterlinge überwintern nicht als ausgewachsene Falter (Imago), sondern als Eier, Raupen oder Puppen. Wird also im Herbst eine Raupe oder Puppe gefunden, wird der Falter wahrscheinlich erst im nächsten Frühjahr schlüpfen. Die Raupe (oder Puppe) muss daher überwintert werden. Dies ist nicht einfach! Anfänger sollten daher darauf achten, dass sie nur Raupen oder Puppen aufnehmen, aus denen noch im selben Jahr der Falter schlüpft.

Eier

Einige Arten wie z.B. der Nierenfleck-Zipfelfalter, dessen Eier man häufig an Schlehenbüschen finden kann, überwintern im Eistadium. Die Überwinterung ist manchmal recht schwierig. Grundsätzlich sollte man versuchen, die Umstände im Freien möglichst nah wiederzugeben. Allerdings sollten die Eier vor strengem Frost geschützt werden. Dies kann man gut verhindern, indem man die Eier in ein Gartenhaus oder eine Garage stellt.

Bei Temperaturen über dem Gefrierpunkt, sollte die Eier alle 2-3 Wochen mit Wasser besprüht werden. Bei höheren Temperaturen auch öfters. Dabei muss man darauf achten, dass keine Staunässe entsteht.

Raupen

Hier gelten die gleichen Umstände wie bei den Eiern. Allerdings ist die Überwinterung von Raupen noch um einiges schwieriger und sollte nur von Profis durchgeführt werden.

Puppen

Hier ist die Überwinterung etwas einfach. Auch bei der Überwinterung von Puppen sollte man wie mit den Eier verfahren. Sturz- und Gürtelpuppen belässt man am Besten in ihrer natürlichen Stellung. Mumienpuppen sollte möglichst druckfrei gelagert werden (mit Watte oder Küchenpapier). Auch sie sollten alle 2-3 Wochen besprüht werden. Bei Frost ist darauf zu verzichten, bei höheren Temperaturen öfters besprühen.

Rechtzeitig vor dem Schlupf sollte man die entsprechenden Vorbeitungen treffen.

 

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