Weißstorch (Ciconia ciconia)

Foto: www.vogelfotografie.com
Foto: www.vogelfotografie.com

Größe: 110cm / Sp. 165cm

Merkmale: Der Weißstorch ist allgemein bekannt. Auffallend ist der große, rote Schnabel und die langen, ebenfalls roten Beine. Der Körper ist weiß, kann aber verschmutzt sein, außer den schwarzen Schwungfedern.

Verbreitung: Gesamtes Europa.

Lebensraum: Brütet oft in Dörfern oder Städten. Zur Nahrungssuche Wiesen, Felder und Feuchtgebiete.

Stimme: Am häufigsten ist das charakteristische Schnabelklappen bei der Begrüßung am Horst. Ansonst beinahe stumm, nur bei der Paarung sind fauchende und zischende Laute zu hören.

Fortpflanzung: Der große, bis zu 2 Tonnen schwere Horst wird meist auf Schornsteinen oder Dächern gebaut. Nur noch selten brüten Weißstörche in Bäumen oder auf Felsenklippen. Die 3-5 Eier sind weiß und fein gekörnt. Beide Partner brüten 33-34 Tage. Nach 22 Tagen können die Jungen schon im Nest stehen, fliegen aber erst mit 50-60 Tagen und werden danach noch 1-3 Wochen von den Eltern geführt.

Nahrung: Vor allem Kleinsäuger und Amphibien. Auch Vogelnester werden ausgenommen. Erstaunlicher Weise werden überraschend viele Regenwürmer verzehrt. In den Gewöllen findet sich zu einem großen Teil Erde, die aus den Mägen der Regenwürmer stammt.

Zugverhalten: Langstreckenzieher. Neuerdings überwintern einige Tiere in Deutschland.

Verhalten: Meist sieht man den Storch bedächtig auf den Nahrungsgründen umher schreiten und blitzschnell nach Nahrung schnappen. Der Weißstorch ist außerdem ein ausgezeichneter Segler, der stundenlang in der Luft gleiten kann ohne einen einzigen Flügelschlag zu tun.

Wissenswertes: Der Weißstorch ist einer der bekanntesten Vögel unserer Heimat. Zahlreiche Lieder und Mythen gibt es ihn. Auch wenn er in Wirklichkeit keine Kinder bringt ist er beliebt und meist wird auch sein großer Horst geduldet. Trotzdem ging der Bestand erstaunlich rasch zurück, erholt sich aber wieder langsam. Dies ist vorallem auf den Verlust von ausreichend Nahrungsgründen und die Verdrahtung der Landschaft zurückzuführen. Zahlreiche Junge verhungerten, überstanden die Reise nach Afrika nicht oder verendeten an Stromleitungen. Dies geschieht besonders häufig bei jungen und damit unerfahrenen Vögeln.

Vogel des Jahres 1984 und 1994