Schleiereule (Tyto alba)

Foto: www.vogelfotografie.com
Foto: www.vogelfotografie.com

Größe: 35 cm. Sp. 90 cm

Merkmale:  Großer Kopf mit große  Augen. Weißer, herzförmiger Gesichtsschleier. Weiße bis rostbraune Unterseite die Oberseite ist rostbraun gemustert. Große und befiederte Füße.

Verbreitung: Ganz Europa außer Skandinavien. In Mitteleuropa dritthäufigste Eule.

Lebensraum: Dörfer mit alten Gebäuden die Nistgelegenheiten bieten und offene Landschaften als Jagdgebiet.

Stimme: Fauchendes, schnarchendes Kreischen „ chrchh“ was zum Schluss an Lautstärke und Tonhöhe zunimmt.

Fortpflanzung: Nest in Kirchtürmen, alten Scheunen und Dachböden mit Einflugsloch. Als Unterlage dienen zerbröselte Gewölle. 1-12 weiße Eier die im Abstand von zwei Tagen gelegt werde und vom ersten Ei an bebrütet, so dass die die Jungen zu unterschiedlichen Zeitpunkten schlüpfen. Die Gelegegröße richtet sich stark nach dem Beuteangebot. Die Eier werden vom ♀ 30-34 Tage bebrütet. Das ♂ füttert während dieser Zeit das ♀. Die Jungen werden 55-65 Tage im Nest gefüttert. Anfangs nur vom ♀ später von beiden Eltern. Nach dem Verlassen des Nestes werden sie noch 2 Wochen gefüttert.

Nahrung: Vor allem Mäuse, aber auch Vögel  und Fledermäuse.

Verhalten: Nachtaktiv daher selten zu sehen. Fliegt mit schnellen und  weichen Flügelschlägen.

Zugverhalten:  Stand- und Strichvogel.

Wissenswertes: Alle Eulen und Greifvögel, aber auch einige Reiher, Möwen und sogar Singvögel würgen die unverdaulichen Bestandteile der Nahrung in Gewöllen aus. Anhand der Gewölle kann man meistens die Art bestimmen. Das Gewölle der Schleiereule ist ca. 3-6 cm lang und

2-3 cm breit. Im frischen Zustand ist es schwarz, wird später aber grau. Die Bestandteile sind hauptsächlich Haare und Mäuseschädel bzw.  

knochen.

Das Gehör und die Augen der Schleiereule sind erstaunlich gut. Selbst bei nur mehr einem Lux können sie noch hervorragend sehen. Fehlt selbst dieser Lichtschimmer, verlassen sich die Eulen bei der Jagd auf ihr Gehör. Damit können sie eine Maus in 100m Entfernung noch auf einen Grad genau orten. Damit ihr eigenes Fluggeräusch sie beim Fliegen nicht stört, haben die Schwungfedern einen Saum der stark gezähnt ist. Außerdem sind die Federn sehr pelzig weich, was jedes Geräusch eindämmt.

Vielerorts geht die Schleiereule im Bestand zurück. Daher werden von Naturschützern in Kirchtürmen, etc. Schleiereulenkästen angebracht, die auch gerne und viel angenommen werden.

Verwechslungsmöglichkeiten: Keine