Seeadler (Haliaetus albicilla)

Foto: www.vogelfotografie.com
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Häufigkeit: Im Norden Deutschlands häufiger Brutvogel und Wintergast, weiter südlich selten bis sehr seltener Gastvogel.

Größe: 80-95 cm / Sp. 200-240cm

Merkmale: Riesig. Braun. Gelber Schnabel und Füße. Weißer Schwanz. Flügel im Flug nicht gewinkelt. Jungvögel gescheckt mit dunklem Schwanz und nicht reingelben Schnabel.

Verbreitung: Nord-, Ost-, und nördliches Mitteleuropa. Hauptsächlich Küsten.

Lebensraum: Küsten und große Seen. Zum Brüten alte Wälder oder Einzelbäume.

Stimme: Tiefes „karr“, danach hohes, lachendes „kikikjikjikji“ meistens am Horst.

Fortpflanzung: Horst auf hohen Bäumen am Waldrand. Die 1-3 Eier werden 38-42 Tage bebrütet. Die Jungen verlassen mit 80 Tagen schon den Horst, können aber erst mit 85-95 Tagen fliegen und sind erst im Herbst selbstständig. Erst im 5 Jahr brutfähig.

Nahrung: Vor allem Fische und Wasservögel bis Gänsegröße, aber auch Säuger bis Rehgröße und Aas.

Zugverhalten: Bei uns Stand- und Strichvogel.

Verhalten: Sitzt oft stundenlang auf Warten. Sonst fast nur im Segelflug zu sehen. Beim Auffliegen langsame Flügelschläge.

Wissenswertes: Der Seeadler ist unser größter Greifvogel, abgesehen von den sehr seltenen Geiern.

Nach einer fast totalen Ausrottung in Deutschland haben sich die Bestände wieder sehr gut erholt. Derzeit sind es in Deutschland wieder knapp 600 Brutpaare. Deshalb wurde der Seeadler 2006 von der Roten Liste entlassen. Aber auch jetzt sterben immer wieder Seeadler an ungesicherten Stromleitungen und durch Bleivergiftungen. Die höchste Dicht in Deutschland wird derzeit in der Müritz (MV), der Vorpommerschen Boddenlandschaft (MV) und Brandenburg erreicht.

Verwechslungsmöglichkeiten:

- Steinadler: Etwas kleiner, helle Flügelfelder, keine weißen Flügelfelder.

- Schreiadler: Viel kleiner, keine weißen Steuerfedern.