Rotmilan (Milvus milvus)

Foto: www.vogelfotografie.com
Foto: www.vogelfotografie.com

Häufigkeit: Häufiger Brut- und Zugvogel sowie seltener Überwinterer. Vielerorts selten geworden.

Größe: 65cm / Sp. 160cm

Merkmale: Rostbrauner Mantel. Kopf silbergrau. Im Flug lange und schmale Flügel. Tiefgegabelter Schwanz. Äußerste Flügelspitzen schwarz. Auffälliges weißes Feld auf der Flügelunterseite. Handschwingen dunkel.

Verbreitung: Zentral-, West- und Südeuropa. Fast 70% des Bestandes brütet in Deutschland.

Lebensraum: Laubwälder, zur Jagd offene Flächen.

Stimme: Klagendes Pfeifen mit Überschlägen. Sehr charakteristisch.

Fortpflanzung: Horst meist hoch in Bäumen (8-28m), benutzt auch alte Horste von anderen Greifvögeln oder Raben. Es werden u.a. Lumpem und Papier eingetragen (noch extremer bei dem nah verwandten Schwarzmilan). 2-3 Eier werden vom Weibchen 28-30 Tage bebrütet. Die Jungen verlassen den Horst nach 45-60 Tagen, kehren danach aber immer wieder zu ihm zurück.

Nahrung: Hauptsächlich kleine Säuger und Vögel bis Drosselgröße, aber auch Aas, Abfälle und Fisch. Schmarotzt gerne bei anderen Greifvögeln oder Krähen.

Zugverhalten: Zugvogel, März-Oktober, manchmal Überwinterer.

Verhalten: Meist im Segelflug zu beobachten. Dabei sind die Steuerbewegungen des Schwanzes sehr auffällig.

Wissenswertes: Der Rotmilan war einmal bei uns sehr häufig. Inzwischen gehört er aber in vielen Gebieten zu den seltenen Greifvögeln. Im Norden ist er jedoch immer noch häufiger als sein naher Verwandter, der Schwarzmilan. Doch auch hier geht er im Bestand zurück. Der aktuelle Brutbestand in Deutschland wird auf 10.000-12.000 Brutpaare geschätzt. Genau wie der Schwarzmilan belästigt auch der Rotmilan so lange andere Greifvögel oder Krähen, bis sie ihre Beute fallen lassen oder sogar wieder herauswürgen.

Vogel das Jahres 2000